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EIn jahr in ENgland
Das Schuljahr 2004/2005 verbrachte die Familie Bond im Norden von England. Während die Kinder dort zur Schule gingen und sich Andrea in der Primarschule und im Dorfleben integrierte, ging es für Andrew um ein kreatives Bühnen-Timeout und um die wunderschöne Landschaft. Ein Bildertagebuch:    
  Mein Lieblingsspaziergang von zu Hause über die Wiesen…
     
  …bis zum Fluss Ure hinunter.
     
  Mein Blick aus dem Arbeitszimmer/Studio hinüber zum Pen Hill, der sein Gesicht und seine Stimmung stündlich änderte.
     
  Ende November zog der Winter ins Tal ein. Schnee lag aber nie viel.
     
  Auch im Dezember ist das Wetter meist mild und trocken, die Farben sind brillant, die Gegend menschenleer.
     
  Auf den kargen Hügeln ist man in einem weiten Niemandsland.
     
  Schon im Januar kommt das Grün wieder langsam in die Felder.
     
  Diese Gegend wurde ab dem 12. Jahrhundert urbar gemacht und zivilisiert von den Mönchen des Zisterzienserordens. Ihre Klöster wurden 1549 aufgelöst und teilweise zerstört. Heute stehen die steinernen Wahrzeichen als romantische Ruinen an abgelegenen Orten. Im Bild: Fountains Abbey, Unesco Weltkulturerbe.
     
  Die Bögen des Kellers (Cellarium) von Fountains Abbey.
     
  Im Westen liegt der wilde Nationalpark «Lake District» mit hohen Bergen (für englische Begriffe), zerklüfteten Tälern, schroffen Felsen, viel Regen und…
     
  …wunderschönen Seen.
     
  Im März wird dem Frühling ein blauer Teppich ausgerollt. In den Laubwäldern blühen bluebells.
     
  Die Yorkshire Dales bevölkert seit den ersten Klostergründungen eine bäuerliche Gemeinschaft, die von der Schafzucht lebt. Die Schrecken der Maul- und Klauenseuche von 2001 und der schmerzhafte Strukturwandel der europäischen Agrarpolitik sind spürbar. Im Frühling scheint alles aber so idyllisch zu sein.
     
  Im Nationalpark wimmelt es nun von Leben.
     
  Auch die Wildgänse haben sich eingenistet.
     
  Ein alter Bahnhof umringt von blühendem Raps.
     
  Hier im Norden ist England schmal, das Meer ist nahe. Von hier aus fuhren die Männer, die die halbe Welt entdeckten (und beherrschten), zum Beispiel Captain James Cook, der Australien, Neuseeland, Tasmanien und viele Pazifik-Inseln für die Weissen entdeckte.
     
  Ich komme aber hierher, weil im Juni Hunderttausende Meeresvögel auf den Klippen ihre Eier ablegen. Im Bild Puffins, Papageientaucher.
     
 

Gegen einfallende Schotten, Pikten, Wikinger und andere Räuberscharen musste sich der Norden befestigen. Heute kommen nur noch die Touristen zum Beispiel nach Bamburgh.

Ach ja und die Filmcrews wie etwa von Harry Potter.

     
  Der erste elektrifizierte Leuchtturm der Welt: Souter's Lighthouse.
     
 

Wieder im Tal im ehemaligen Hauptort Wensley, wo seit dem 10. Jahrhundert ein Gotteshaus steht.

(Auf meiner Joggingstrecke)

     
  Was für ein schönes Unkraut! Klatschmohn, der englische Name ist schöner: Poppies!
     
  Im Juni blühen die uralten Felder und Wiesen. Ich komme kaum mehr zum Arbeiten…
     
  …bin nur noch unterwegs und durchstreife den Nationalpark, vor allem am Ufer des Flusses.
     
  Immer dabei: Ferngläser und Vogelbestimmungsbuch. Ich entdecke einige (von mir) noch nie gesehene Arten.
     
  Ja, die Arbeit nehme ich halt auch mit.
     
 

Ende Juli heisst es Abschied nehmen vom Fluss, vom Tal von einem grossartigen Privileg, mich monatelang einfach treiben zu lassen.

I'll be back!

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