| Die meisten Eltern wünschen ihrem Kind ein musikalisches Leben. Einerseits spüren sie, wie positiv schon ganz junge Kinder auf Musik ansprechen, wenn sie ungehemmt und spontan singen und tanzen. Musik bringt Freude, Ruhe, Trost, Schlaf. Andererseits entdecken viele Erwachsene in ihrem eigenen Leben ein Defizit, was aktives Musizieren und Singen angeht, sie fühlen sich gehemmt und «unmusikalisch». Ihre Kinder sollen es besser haben.
Andrew Bond plädiert für den musikalischen Breitensport, für eine unspektakuläre Alltäglichkeit mit Musik. Deshalb tönen seine CDs wie «die Familie von nebenan», sie sollen zum selber Singen animieren.
Kinder, deren Eltern sich beispielsweise regelmässig körperlich betätigen, werden in der Regel dieses Vorbild in ihrem Leben integrieren, auch wenn niemand in der Familie sportlich hoch-begabt und medaillenbekränzt ist. Viele Eltern tschuuten mit ihren Kindern, auch wenn sie keine Profifussballkarriere hatten. Aber wenn es um die Musik geht, heisst es schnell: «Ich kann nicht singen.» «Ich bin völlig unbegabt.» «Ich bin kein Profi.» Wenn wir den Kindern dieses Gefühl vorleben, erben sie unsere musikalischen Minderwertigkeitskomplexe. |
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Wer seinem Kind also ein musikalisches Leben wünscht, lebt es ihm vor, spielt regelmässig auf einem Instrument, nimmt vielleicht sogar selber Stunden, singt uu gerne, auch wenn es nicht immer richtig tönt, organisiert ein Familiensingen an Weihnachten etc.
Teure Instrumentalstunden sind nur eine Ergänzung dazu.
Konzertbesuche sind immer gut, nein, nicht immer. Das Kind muss verstehen und geniessen können, was am Konzert geschieht. Es muss die Atmosphäre ertragen können. Manchmal ist weniger mehr.
Andrew empfiehlt Konzerte für Kinder ab 3 Jahren. Für jüngere Kinder eignen sich vor allem Elki-Singen, Fiire mit de Chliine und ähnliche Mitmachanlässe im kleinen Rahmen.

Und ganz wichtig: Die allerbesten Musiker sind die, die am meisten Freude an der Musik haben!! |